Abfindung

Eine Abfindung stellt eine einmalige Zahlung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses als Entschädigung für den Verlust des Arbeitsplatzes und der damit verbundenen Verdienstmöglichkeiten dar.

Sofern ein Tarifvertrag, ein Sozialplan, ein Geschäftsführeranstellungsvertrag oder ein Arbeitsvertrag einen Anspruch auf Abfindung nicht explizit regeln, besteht kein allgemeiner Anspruch auf Erhalt einer Abfindung bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Einen Ausnahmefall regelt § 1a KSchG. Kündigt der Arbeitgeber wegen dringender betrieblicher Erfordernisse nach § 1 Abs.2 Satz 1 KSchG und erhebt der Arbeitnehmer bis zum Ablauf der Frist des § 4 Satz 1 KSchG keine Klage auf Feststellung, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht aufgelöst ist, hat der Arbeitnehmer mit dem Ablauf der Kündigungsfrist Anspruch auf eine Abfindung. Der Anspruch setzt zwingend den Hinweis des Arbeitgebers in der Kündigungserklärung voraus, dass die Kündigung auf dringende betriebliche Erfordernisse gestützt ist und der Arbeitnehmer bei Verstreichenlassen der Klagefrist die Abfindung beanspruchen kann.

Regelmäßig vereinbaren die Parteien eine freiwillige Abfindungszahlung bei gleichzeitiger Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Der Arbeitnehmer lässt sich einfach gesprochen seinen Bestandsschutz vom Arbeitgeber "abkaufen".